Mythos: „SAP Cloud ERP braucht zu viele Anpassungen für die Integration mit bestehenden Systemen"

Die Sorge, ein neues SAP Cloud-ERP-System ließe sich nur mit erheblichem Programmieraufwand an CRM, MES oder andere Plattformen anbinden, stammt aus der On-Premise-Welt. Die Clean-Core-Strategie und die SAP BTP Integration Suite verfolgen einen anderen Ansatz: Integration über offene, zertifizierte Schnittstellen statt über Eingriffe im Kernsystem.

Warum der Mythos aus alten Projekten stammt

Bei klassischen On-Premise-Installationen ließ sich Code an praktisch jeder Stelle verändern. Jede Integration bedeutete potenziell einen weiteren Eingriff in den Systemkern – mit entsprechendem Testaufwand bei jedem späteren Update. Die Clean-Core-Strategie schränkt genau das bewusst ein: Statt frei im Code zu modifizieren, kommuniziert ein modernes SAP Cloud-System über zertifizierte, vorgegebene APIs, etwa auf Basis von OData oder REST. SAP pflegt diese Schnittstellen laufend – ein Unternehmen muss lediglich den passenden Endpunkt nutzen und mit dem Zielsystem verbinden.

Die Rolle der SAP BTP Integration Suite

Für die eigentliche Kommunikation zwischen Systemen kommt die SAP BTP Integration Suite zum Einsatz, eine dedizierte Umgebung etwa für die Anbindung von CRM- oder MES-Systemen. Sie funktioniert im Kern wie ein Übersetzer: Sie übernimmt Nachrichten aus SAP oder für SAP und ordnet die passenden Informationen und Formate einander zu. Ändert sich eine Schnittstelle auf der einen Seite, lässt sich die Nachrichtenübermittlung dort anpassen, ohne den Clean Core im Kernsystem anzutasten.

 

Hinzu kommen vorkonfigurierte Integrationsvorlagen. Für die Anbindung an verbreitete Systeme wie Salesforce oder SuccessFactors genügt es häufig, eine solche Vorlage zu laden und den Zugriff zu konfigurieren – die Systeme beginnen dann direkt miteinander zu kommunizieren.

 

Grzegorz Piekarz, Team Leader, ordnet die verbreitete Sorge ein: Sie stammt aus der Erfahrung mit älteren On-Premise-Versionen. Mit konfigurierbaren APIs und cloudbasierten Datenflüssen verschiebt sich die Frage von 'Wie viel muss ich modifizieren?' zu 'Welchen vorbereiteten Baustein nutze ich?'

Was das für die IT-Planung bedeutet

Wer eine Migration plant und dabei mit umfangreichem Integrations-Programmieraufwand rechnet, sollte den heutigen Werkzeugkasten kennen, bevor er das Budget dafür kalkuliert. Die Kombination aus Clean Core, standardisierten APIs, der Integration Suite als Middleware und vorgefertigten Konnektoren verschiebt den Aufwand von individueller Entwicklung hin zu Konfiguration.

Fazit

Der Mythos vom aufwendigen Integrationsprojekt gehört zur On-Premise-Vergangenheit. Mit Clean Core und der SAP BTP Integration Suite lässt sich die Anbindung an Drittsysteme heute überwiegend konfigurieren statt programmieren. AKQUINET unterstützt bei der konkreten Integrationsplanung – sprechen Sie mit uns über die Integration Suite und die für Ihre Systemlandschaft passenden Schnittstellen.